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News Germany

Beim 4. BVMed-Hygieneforum am 2. Dezember in Berlin diskutierten zahlreiche Hygieneexperten mögliche Strategien zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen. (Bild: www.bvmed.de)
0 Comments Dec 10, 2015 | News Germany

4. BVMed-Hygieneforum thematisiert Prävention von Krankenhausinfektionen

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BERLIN – Die Krankenhaushygiene bleibt eine zentrale Herausforderung im deutschen Gesundheitssystem und wird bei der künftigen Qualitätsmessung der Kliniken eine große Rolle spielen. Die Vermeidung von Krankenhausinfektionen sollte sich dabei nicht auf Einzelmaßnahmen stützen, sondern Bündelungsstrategien nutzen und umsetzen. Darauf wiesen die Experten des 4. BVMed-Hygieneforums „Prävention von Krankenhausinfektionen“ am 2. Dezember vor über 100 Teilnehmern in Berlin hin.

„Zur Verbesserung der Einhaltung der Präventionsmaßnahmen hat es sich als effektiv erwiesen, besonders wichtige Maßnahmen zu einem Maßnahmenbündel zusammenzufassen, dieses zu trainieren und die Einhaltung durch Selbstkontrolle mittels Checkliste zu überwachen“, sagten die Hygieneexperten Prof. Dr. Axel Kramer von der Uniklinik Greifswald und Dr. Christine Geffers von der Charité. Das Fazit der Experten, ausgesprochen von Prof. Kramer: „Hygiene ist nicht alles, aber ohne Hygiene ist alles nichts.“

Die Themen des 4. BVMed-Hygieneforums umfassten neben der Prävention Katheter-assoziierter Harnwegsinfektionen und der Umsetzung von Hygienemaßnahmen im Zusammenhang mit Noroviren-Ausbrüchen auch die Rolle der Händehygiene bei der Vermeidung nosokomialer Infektionen. Daneben ging es auch um das Thema der Wundinfektionen, die nach neuen Studien mittlerweile die wichtigste Infektionsart sind, sowie um die Reinheitsvalidierung von Medizinprodukten.

Zudem gab Prof. Dr. Martin Exner, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene und Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn, einen Ausblick auf die Krankenhaus-Hygiene im Jahr 2025. Es habe in der Vergangenheit erhebliche Fortschritte gegeben, „wir müssen aber aufgrund der Globalisierung auch mit neuen Erregern rechnen“, so Exner. Die Strategie müsse daher lauten: „Unsere Hygienemaßnahmen müssen so sicher sein, dass wir auch mit jedem neuen Erreger fertig werden können.“

In der Tendenz seien MRSA-Erreger rückläufig, aber weiterhin auf relativ hohem Niveau. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen seit einigen Jahren die gramnegativen Erreger, so Exner. Sein Ausblick bis zum Jahr 2025: Die antibiotikaresistenten Erreger werden zunehmen. Die Situation bei gramnegativen Antibiotika-resistenten Erregern sei „weiter besorgniserregend“. Neue Antibiotika-Wirkstoffe für gramnegative Bakterien seien nicht absehbar. Zu den Strategien zählt Exner eine bessere Kultur der Hygiene und des Patientenschutzes sowie eine Intensivierung der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Hygienefachpersonal sei entscheidend für die Koordination der Krankenhaushygiene und der Antibiotika. Bei den Hygienefachpflegekräften gebe es mittlerweile gute Ausbildungskapazitäten und klare Anforderungen. Bei Krankenhaushygienikern seien Ausbildung und Ausstattung hingegen noch unzureichend.

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